Platz da, ich bin glücklich! Obwohl es gerade stressig ist

Ich bin glücklich!!!

In letzter Zeit ist mir aufgefallen, dass ich ausgeglichener und unbeschwerter bin, als noch anfangs des Jahres.  Das ist mir bewusst geworden während der Prüfungszeit Anfang Mai. Ich habe innerhalb von 6 Tagen drei schriftliche Prüfungen geschrieben, musste jeden Tag lernen und gleichzeitig auf mich achten, dass der Stress mich nicht einholte.

Wenn mich in diesen Tagen, jemand gefragt hat, wie es mir geht, lautete die Antwort immer: ich bin glücklich.

Ich hatte keinen Stress, keine Panikattacken oder Angst vor den Prüfungen. Ich hatte einen Lernplan erstellt. Ich wusste, was ich wann lernen muss und wie ich es lernen konnte.

Doch wieso war ich während der Prüfungszeit glücklicher als davor oder danach?

Was sind entscheidende Faktoren, die dafür sorgen, dass ich glücklich bin?

 

Selbstreflexion: Warum zur Hölle bin ich glücklich?

 

1. Plane dein Tag, setz dir Prioritäten und erledige die Aufgaben

Ich musste lernen, das wusste ich. Deswegen habe ich mir 3 Lerneinheiten im Tagesablauf eingeplant (1. vormittags, 2. nachmittags und 3. abends). Zwischen den Lerneinheiten, gab es Pausen von mindesten 2 Stunden, wo ich machen konnte, was ich wollte oder was noch erledigt werden musste, zum Beispiel aufräumen. Mein Tag war also gut durch strukturiert, aber nie überfüllt.

2. Abgekapselt von der Außenwelt

Flugmodus an, Benachrichtigungen, WLAN und Laptop aus.

Keine Nachrichten aus der Welt, keine unwillkommenen Kontakte zu Menschen, die mich gestresst hätten.

Mir ist in den letzten Monaten aufgefallen, dass ich sehr stark auf Nachrichten reagiere. Manchmal zu stark und ich wusste, dass ich diese Beeinflussung während der Prüfungszeit nicht gebrauchten konnte. Weswegen ich alle Nachrichtenseiten auf den Impuls Blocker gesetzt habe.

Beim Handy habe ich alle Benachrichtigungen ausgestellt. Nur wenn ich mich bewusst dazu entschlossen hatte, konnte ich erreicht werden. Zudem war mein Handy die meiste Zeit auf Flugmodus gestellt. Auch mein Haustelefon hatte ich auf Lautlos gestellt, damit ich nicht während des Lernens gestört werden konnte.

3. Achtsam mit mir

JEDEN TAG SPORT. Mindesten 20 min. Ich fasse immer noch nicht, dass ich das tatsächlich umgesetzt habe. Meistens habe ich mir die Zeit nach dem Lernen genommen, also abends.  Und ja, ich habe es auch an den Tagen durchgezogen, wo ich eine Prüfung geschrieben habe. Mir ist nämlich kurz vor den Prüfungen aufgefallen, wenn ich kein Sport für zwei Tage erledigt hatte,  dass ich, schmerzen und Anspannungen in den Schultern und Nacken Bereich hatte. Und sobald ich Sport gemacht hatte, waren sie weg.

Zudem habe ich, versucht mich jeden Tag zu dehnen und zu meditieren. Auch auf die Ernährung wurde geachtet.

4. RAUS in die Welt

Ich bin ein sehr Wetterabhängiger Mensch. Wetter hat einen sehr großen Einfluss auf mein Befinden und meine Stimmung. Bei Sonnenschein und hohen Temperaturen steigt die Chance, dass ich gut gestimmt und produktiver bin (ich bin sogar netter zu meinen Mitmenschen). Das Wetter war so gut während Prüfungszeit, dass ich meistens draußen war und dort gelernt habe. Ich habe mich dann auf einen Spielplatz verzogen, wo es ruhig war oder bin mit meinen Lernzetteln herumgelaufen. (Laut einer App habe ich die 10.000 Schritte täglich überschritten.) Ich konnte besser draußen lernen, als in meiner Wohnung.

5. Soziale Kontakte

Ich hatte mich nicht komplett zurückgezogen. So haben mir meine Lieblingsnachbarn zum Beispiel beim Lernen geholfen oder mich zum Essen eingeladen.

 

Die Erkenntnisse im „jetzt“ anwenden

Ein Monat nach den Prüfungen, versuche ich die oben genannten Punkte regulär in meinen Alltag einzubauen, das gelingt meistens sehr gut, manchmal weniger gut. Aber ich arbeite an mir und es definitive ein Unterschied zu merken.

Nachrichten vermeide ich zum größten Teil. Ich filtere welche Informationen mich erreichen und welche nicht, statt allem ausgeliefert zu sein. Die meisten Nachrichten erhalte ich über Twitter und entscheide dann, ob ich mich mehr damit beschäftigen möchte oder nicht. Die Benachrichtigung am Handy sind immer noch aus, aber ich schalte mein Handy weniger auf Flugmodus. Sport liegt momentan auf Eis, da ich mir die Schulter ausgekugelt habe. An den sozialen Kontakten arbeite ich auch weiterhin, die laufen soweit auch ganz gut.

 

Was macht dich glücklich? Wie regelst du, für dich stressige Stationen?

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