Meine blöde Rechtschreibung- und Grammatikschwäche und dennoch blogge ich

Ich bin nicht gut in Rechtschreibung und Grammatik, dessen bin ich mir bewusst. Dennoch führe ich diesen Blog. Ich möchte nicht, dass mich meine Rechtschreibung- und Grammatikschwäche von dem Abhält, was ich gerne machen WILL.

Schriftliche Sachen zum Beispiel für Schule werden von Freunden durchgeguckt und korrigiert. Allerdings passiert das nicht auf meinen Blog Alone with no clue. Hier, habe ich mich dafür entschieden, dass meine Beträge nicht perfekt sein müssen. Auch mit dem Wissen, dass es vorausgesetzt wird beim Bloggen. Dieser Blog ist meine Spiel- und Übungswiese. Hier werde ich meine Schwäche nicht verschleiern, diese ist schließlich ein Part von meinen Leben und darüber berichte ich auf alonewithnoclue.com.

Ich möchte einen Ort erschaffen, wo ich über meine Erfahrungen und Gedanken berichten kann. Wo ich anderen Helfen kann, die ähnliche Probleme haben, wie ich sie hatte/habe. Ich möchte mich Mitteilen. Ich will mich durch und mit dem Blog weiterentwickeln. Möchte endlich lernen meine Gedanken konkret auszudrucken. Ich möchte meine Angst vorm Schreiben verlieren, die sich seit meiner Kindheit aufgebaut hat, die mich so häufig blockiert hat und daran hinderte überhaupt anzufangen.

 

Selbstzweifel

Immer mal wieder tauchen die Selbstzweifel auf. Ich habe nicht das Gefühl, dass Rechtschreibfehler von der Gesellschaft toleriert werden. Rechtschreibung und Grammatik sind ein heiliger Gral, wehe man hält sich nicht an die Regeln, dann muss es sofort korrigiert werden. Versteht mich falsch, natürlich ist das Thema Rechtschreibung wichtig und ich weiß (hoffe), dass die Menschen, die Berichtigen wollen, es nicht böse meinen. Doch die ständigen Verbesserungsversuche zerren an den Nerven und das Selbstwertgefühl:

Warum kriege ich es nicht hin? Was läuft falsch in meinen Kopf? Bin ich dumm? Ist das, was ich schreibe minderwertig, weil Fehler vorhanden sind? Darf ich mich überhaupt in der Öffentlichkeit schriftlich Mitteilen? Muss ich alles, was ich schreibe, Korrektur lesen lassen? Bin ich weniger Wert im schriftlichen?

Diese Gedanken, tauchen immer mal wieder auf. Früher häufiger als heute (Gott sei Dank). Doch sie sind manchmal da und es ist nicht immer einfach mit ihnen. Ich gebe mein bestes und es scheint nie ausreichend zu sein.

 

Fuck it: blöde Rechtschreibung- und Grammatikschwäche

Bis der Moment kommt, wo es reicht. Wo du entscheidest, du möchtest dieses Minderwertigkeitsgefühl nicht mehr haben. Der Moment, indem du entscheidest, du gibst jetzt dein bestes und das ist ausreichend. Der Moment wo du realisiert, solange du nicht anfängst, kannst du keine Fehler machen, aber du kannst dich auch nicht weiterentwickeln, keine Fortschritte machen.

 

Fang an!!!

Ich habe mich in den letzten 2 Jahren, seit dem ich meine Ausbildung und mein Blog begonnen habe, im schriftlichen verbessert. Das fällt nicht nur mir, sondern auch meinen Freunden auf und ich hoffe auch dir. Mir ist das im letzten Monat bewusst geworden, beim Bearbeiten der alten Blogbeiträge. Bei einigen Beiträge musste ich mich selbst fragen, was zur Hölle ich da geschrieben hatte und was ich eigentlich damit sagen wollte.

Mir macht das Schreiben inzwischen richtig Spaß, ich liebe es in den Tasten zu hauen. Zuzusehen, wie aus dem Nichts ein Text entsteht. Wie Gedanken ins Schriftliche verwandelt werden. Zu merken, dass mir immer mehr Fehler selbst auffallen. Mitzubekommen, dass weniger Fehler bei Rechtschreibprüfung24 angezeigt werden. Dass ich konkret benennen kann, was falsch ist und ich dann genau das Üben kann.

 

Nicht perfekt

Ich gebe mir, wirklich mühe beim Schreiben und es fällt mir manchmal nicht leicht. Aber ich versuche am Ball zu bleiben und immer weiter zu machen, um besser zu werden.

Ich weiß, dass noch so einige Fehler in den Texten vorhanden sind. Aber ich möchte nichts aufgeben im Leben, was mir solche eine Freude bereitet. Dieser Moment, wenn sich jemand mit meinen Texten identifizieren kann oder sie der Person hilft, bedeutet mir sehr viel.

Ich Wunsche mir mehr Toleranz für die Menschen, die etwas nicht so gut können, ohne das sie sofort negative abgestempelt werden.

rechtschreibschwaeche-grammatikschwäche-bloggen-blog-fehler-nicht-perfekt-pinterest-bloede-verbessern-legasthenie

 

Mich würde interessieren, wie du zu diesem Thema stehst und damit umgehst? Stören dich Fehler so sehr, dass du einen Blog danach meidest oder kannst du darüber wegsehen? Hast du eine mit Rechtschreibung- oder Grammatikschwäche und zweifelst auch manchmal an dir?

4 Comments

  • David
    20. Juni 2018 at 11:41

    Erstmal danke für deinen Artikel, diese Sicht liest man nicht oft und es ist immer gut, auch mal so einen Standpunkt zu sehen. Ich persönlich lege sehr viel Wert auf Rechtschreibung und Grammatik, gerade bei „veröffentlichten“ Texten. Twitter, What’s App und so, egal, aber auf Papier oder im Blog finde ich es aber einer bestimmten Anzahl an Fehlern unangenehm zu lesen. Ich weiß, manche Leute haben damit mehr Probleme als andere, aber es gibt mittlerweile so viele schöne Tools, die einem schon im Textfeld offensichtliche Fehler markieren. Da denke ich dann oft, wenn Personen nicht mal das benutzen, dann war es ihnen wohl einfach egal und das finde ich dann schade, so als würden sie ihre eigenen Texte gar nicht wertschätzen.

    Ich finds super, dass du schreibst, ich finds super, dass du dich verbessern willst. Niemand ist perfekt, aber nur weniges finde ich schlimmer als wenn jemand sagt „Kann ich nicht, ist mir jetzt aber auch egal.“ Self improvement und so :) Deshalb Hut ab, weiter so! Und mir sind in dem Artikel hier keine großartigen Fehler aufgefallen, also alles super! :)

    Reply
  • Mandy
    20. Juni 2018 at 15:27

    David, danke für den schönen Kommentar, der Bedeutet mir gerade sehr viel.

    Ich bin der Meinung, dass man niemals aufhört zu lernen im Leben, sondern man sich immer weiterentwickeln sollte, damit das Leben seinen Sinn erhält. Stillstand wäre für mich die Hölle. Aber es kommt halt alles zur seiner Zeit. Hätte ich vor 4 Jahren mich damit beschäftigt, hatte das weniger Sinn gehabt, weil kein richtiges Ziel vorhanden war.

    Ich verwende Tools, und die zeigen mir auch an, wo mein Problem liegt, so dass ich daran arbeiten kann. Ohne wäre es ein Desaster :)
    Hast du zufällig Tools Empfehlungen ?

    Liebe Grüße
    Mandy

    Reply
  • David
    20. Juni 2018 at 15:55

    Also Google Chrome hat eine Rechtschreibprüfung, da werden alle Textfelder automatisch geprüft. (Bearbeiten -> Rechtschreibung und Grammatik), WordPress kann Texte automatisch prüfen und zur Not kann man auch immer alles in Word/Google Docs vorschreiben, da sollte auch fast alles markiert werden :)
    Einzelne Wörter oder kurze Texte einfach bei Duden.de prüfen. Denke, wenn man sich das nicht nur korrigieren lässt, sondern auch schaut, *was* falsch war, findet da in jedem Fall auch ein Lernprozess statt, oder? Kann ich schwer einschätzen, ob das bei jedem gleich funktioniert :)

    Reply
    • Mandy
      23. Juni 2018 at 20:48

      Gibt es für Firefox auch und wird auch verwendet. Ich finde das Rechtschreibprogramm von WordPress und Word nicht so gut. Es zeigt nicht alles an. Weswegen ich Rechtschreibpruefung24.de sehr gut. Dort wird mir mehr angezeigt als bei den anderen Programmen.
      Wenn meine Freunde, meine Texte berichten, schreiben sie immer dazu, was und warum es falsch war. Selbst wenn ich was nachgucke, kann es sein, dass ich noch nachfragen muss, weil ich es nicht begreife. Es bleibt nicht alles im Kopf, sondern irgendwann schnappt sich mein Gehirn eine Information auf und kommt dann mal auf die Idee, diese zu verwenden. Alles etwas langsam, aber besser als keine Verbesserung. :)

      Reply

Leave a Reply